Keynote: Forever Startup

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Keynote: Forever Startup

Wie sehr Onlineprint eine Kombination aus hochmodernen Produktionsverfahren, automatisierten Prozessen und dem Vertriebskanal Online ist, verdeutlichte Hartmut Kappes, Geschäftsführer Group CFO Flyeralarm. „Erst die täglich neue Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse garantiert auch eine dauerhafte Kundenbindung“, sagte er in seiner Keynote und mahnte: „Für die Leistung von gestern gibt es heute keinen Applaus mehr.“ Das Familienunternehmen Flyeralarm, gerne auch als „forever Start-up“ beschrieben, sieht sich als Fullsortimenter im Bereich Druck- und Marketing-Dienstleistungen, macht heute 330 Mio. Euro Umsatz, bewältigt jährlich etwa 3,3 Mio. Aufträge von 1,5 Mio. Kunden und versendet bis zu 22.7000 Pakete pro Tag.

Hartmut Kappes, Geschäftsführer Group CFO Flyeralarm

Dabei hat sich Onlineprint in seiner noch jungen Geschichte erheblich gewandelt. Natürlich wird Onlineprint immer auch mit „Preisverfall“ assoziiert. „2004 kosteten 5.000 Flyer noch rund 300 Euro, heute sind es 35 Euro“, bestätigte Kappes. Doch um möglichst niedrige Preise geht es längst nicht mehr. Die Preise sind seit geraumer Zeit bekannt und eher stabil. Heute gehe es vielmehr darum, wie der Kunde künftig bestellen will und wie schnell er die Ware haben möchte. „Print to Go“, die sofortige Mitnahme, sei ein entsprechender Ansatz, erläuterte Hartmut Kappes, schränkte aber gleich ein: „Lokal und Store, ja, aber nicht ohne Online.“ Auch über „Curated Shopping“ denke man nach. Das sei zwar sehr zeitintensiv, erhöhe die Kundenbindung und -zufriedenheit aber massiv. Es geht also um größtmögliche Flexibilität für maximale Kundenzufriedenheit und um die nahtlose Verknüpfung verschiedener Kanäle. „Einfach machen“ meint Flyeralarm durchaus doppeldeutig. Einfach nur machen, und das ohne Konzept, wäre jedoch Harakiri. „Die Genialität liegt in der Einfachheit“, meint Kappes.

Dahinter verbirgt sich aber auch viel Arbeit. Denn auch Flyeralarm fällt nichts in den Schoß. „In den Flyeralarm Future Labs suchen wir stets neue Produkte und Lösungen. An 30 Projekten wird aktuell gearbeitet“, erläuterte Kappes. Ob die alle erfolgreich werden, sei eine andere Frage. Das Angebot an 3D-Figuren etwa ist so ein Beispiel, das man inzwischen aufgegeben hat. Trotzdem: „Die großen Kuchenstücke im Online-Print sind zwar verteilt, aber für neue Ideen ist noch immer Platz. Wer ein Original ist und keine Kopie von irgend etwas anderem, kann auch in der Nische leben. Finden Sie Ihre Nische“, forderte Kappes das Auditorium auf.

2017-09-19T11:31:24+00:00 06/04/2017|